SACHSEN-ANHALT - Wir stehen früher auf.
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Bahnnostalgie Deutschland




  
 
Traditionsverein „Rollbockbahn“ e.V. Heinsdorfergrund
Die einstige Eisenbahn

Sie war unter Sachsens Schmalspurbahnen etwas ganz Besonderes – die von der Bevölkerung meist nur „de Rollbock“ genannte Strecke von Reichenbach unterer Bahnhof nach Oberheinsdorf. Dabei handelte es sich dabei um eine der wenigen Meterspurlinien im Königreich Sachsen. Sie band die zur Zeit der Industrialisierung entstandenen Textilbetriebe entlang des Raumbaches in Reichenbach und im Heinsdorfergrund ans regelspurige Eisenbahnnetz an.
Für den Betrieb der knapp 5,5 km langen Strecke stellten die K.Sächs.Sts.E.B. im Jahr 1902 drei einzigartige Gelenklokomotiven der Bauart Fairlie, mehrere Güterwagen und 48 Rollböcke in Dienst. Die markanten Dampflokomotiven mit Mittelführerstand und zwei Schornsteinen konnten mit aufgebockten Regelspurgüterwagen durch enge Bögen bis in die Fabrikhöfe fahren.
Von 1909 bis 1957 fand mit dafür umgebauten Güterwagen auch ein bescheidener Personenverkehr auf der „Rollbockbahn“ statt, deren Hauptaufgabe lag jedoch bis zur Betriebseinstellung im Jahr 1962 im Güterverkehr.
In den Jahren 1963/64 demontierte die Deutsche Reichsbahn das Meterspurgleis durch den Heinsdorfergrund, fast alle Fahrzeuge fielen dem Schneidbrenner zum Opfer. Von den beiden nach dem Zweiten Weltkrieg noch vorhandenen Dampflokomotiven wurde eine 1963 verschrottet, die andere wechselte aufgrund ihrer außergewöhnlichen Konstruktion ins Eigentum des Verkehrsmuseums Dresden. Dieses hinterstellte die 1970/71 im Stil ihrer Indienststellung restaurierte Maschine viele Jahre im Lokschuppen von Ilfeld bei Nordhausen im Harz.






 

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Traditionsverein „Rollbockbahn“ e.V.
Am Bahndamm 10
08468 Heinsdorfergrund OT Oberheinsdorf
Mobil: 0163 7761150


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